Ein Taucher unter Wasser in einem Fischschwarm
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Kategorie
Sport & Fitness

Wer es wirklich wagt, der wird belohnt – mit unbeschreiblicher Schwerelosigkeit und einer Welt, in der Stress scheinbar ein Fremdwort ist. Die perfekte Mischung aus Entspannung und Faszination. Die spätestens beim Haitauchen in Kapstadt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Denn nur durch einen Käfig gesichert, kann man hier den Haien beim „Dinieren“ zuschauen. So nah muss es auch nicht sein? Kein Problem, auch wer die Fütterung vom Boot aus anschaut, verpasst nichts – Haifische fressen ihre Beute an der Wasseroberfläche.

„Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.“

Fast könnte man glauben, auch Sir Isaac Newton war ein passionierter Taucher. Denn egal ob der Atlantik, der Indische Ozean, der Indopazifik, der Pazifik, die Karibik oder das Rote Meer – ein Hobbytaucher wird in seinem Leben noch nicht einmal einen Bruchteil dieser geheimnisvollen Welten ertauchen können. Selbst die 100 schönsten Tauchreviere sind ein sportliches Tauch-Ziel. Aber eines, das sich wie kein zweites lohnt. Also worauf wartest Du noch? Tauche ruhig mal wieder ab.

Kleinen Appetizer zum Tauchen gefällig? Wie wär´s mit einer wahren Unterwasser-Vision?

James Cameron, der Regisseur des 3-D-Films "Avatar", wagt das Unfassbare – er will als erster Solotaucher zum tiefsten Meerespunkt in den Mariannengraben im westlichen Pazifik hinabtauchen - rund 11.000 Meter tief. Dort möchte er mit seinem selbst entworfenen U-Boot "Deepsea Challenger" seltene Meereslebewesen erforschen. Bisher gelang dies nur 1960 dem Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard und einem Kollegen. Sie konnten sich 20 Minuten in dieser extremen Tiefe aufhalten. Eine Zeit, die Cameron locker toppen will – er plant rund sechs Stunden zu tauchen – ein rekordverdächtiges Ziel.

Riff tauchen – per Du mit Muränen, Korallen, Rochen und Haien

Wer ebenfalls in eine spektakuläre Unterwasserwelt eintauchen möchte, der findet auf den Bahamas ein wahres Tauchparadies – die wohl schönsten Riffe unseres blauen Planetens, die sich über mehrere Kilometer erstrecken. An der Ostküste von Andros formiert sich das zweitgrößte Barriere-Riff der nördlichen Hemisphäre und ist gleichzeitig das drittgrößte der Welt. Aber auch an anderen Orten lohnt es sich in die Tiefe zu tauchen – Ägypten, Australien, Malediven, Thailand – überall gibt es „unberührte“ Riffe mit unzähligen Bewohnern, die ganz nah am Neopren-Anzug vorbeiziehen und für Gänsehaut sorgen.

Tausche Riff gegen Wrack und lande beim wohl spannendsten Unterwassererlebnis für Sport- bzw. Profitaucher

Zum Beispiel bei der angeblich schönsten Schiffsruine der Welt – der "Rosalie Moller", im Roten Meer nahe des Küstenortes El Gouna. Ihr Untergang Anfang Oktober 1941 war der Anfang für unzählige Anekdoten und spannende Geschichten. Denn wer dieses Wrack ertaucht, der braucht starke Nerven – dieser Tauchgang ist alles andere als einfach. Dennoch lohnt es sich hier zu tauchen, denn trotz oder gerade wegen des Zerfalls warten überall spannende Relikte darauf, immer wieder neu entdeckt zu werden.

Tauchen muss gelernt sein

Tauchen ist wirklich ein Erlebnis. Doch wer Tauchen genießen möchte, sollte – wie ca. 55.000 Deutsche jährlich, unbedingt in eine gute Tauchausbildung investieren. Ob im Indischen Ozean, der Karibik oder im Roten Meer: Dank der von großen Ausbildungsorganisationen gesetzten Sicherheitsstandards kannst Du dich fast überall professionell ausbilden lassen. Was auch die Statistik beweist: Laut Erhebungen der RSTC (Recreational Scuba Training Council) kommt es zu lediglich drei Unfällen bei insgesamt 100.000 Taucher. Doch sei trotzdem wachsam, besonders im Ausland kommt es dennoch immer wieder zu Tauch-Unfällen, die bei einem seriösen Anbieter nie passiert wären.

Die sechs wichtigsten Tipps zum Tauchen:

Tauch-Tipp 1: Um die Gewähr zu haben, ein weltweit anerkanntes Tauchbrevet zu bekommen, solltest Du Deine Tauchausbildung unbedingt bei einem Anbieter absolvieren, der zu einem der großen Verbände gehört wie z.B. Barakuda, PADI, SSI oder dem VDST, die der RSTC (Recreational Scuba Training Council) oder der CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques) angeschlossen ist. Denk dran: Tauchen ist nur dann ungefährlich, wenn man genau weiß, wie es geht.

Tauch-Tipp 2: Achte darauf, dass Deine Ausbildung in kleinen Gruppen (vier Schüler) stattfindet. In größeren Gruppen ist eine individuelle Betreuung kaum noch möglich.

Tauch-Tipp 3: Schau Dir die Ausbildungsunterlagen des Verbandes gründlich an. Hier sind alle geltenden Richtlinien für Schüler aber auch Tauchlehrer enthalten. Sollte Deine Ausbildung abweichen, melde dies dem zuständigen Verband.

Tauch-Tipp 4: Schau Dir vor der Buchung des Kurses die Tauchbasis genau an: Ist alles gepflegt und auf dem neusten Stand?

Tauch-Tipp 5: Direkt im Anschluss an den ersten Kurs macht maximal noch der Erwerb eines Nitrox-Schein (Tauchen mit sauerstoffangereicherter Luft) Sinn. Denn damit kannst du wesentlich länger unter Wasser bleiben. Bevor Du an weiterführende Tauch-Ausbildungen denken kannst, sammle erst ein wenig Praxiserfahrung.

Tauchen Ausbildungslevel

Tauch-Tipp 6: Spar Dein Lehrgeld und investiere in eine qualifizierte Ausbildung in kleinen Gruppen mit einem erfahrener Tauchlehrer. Ein guter OWD- bzw. Ein-Stern-Kurs liegt in der Regel zwischen 300 und 400 Euro. Mit diesem von Dir erworbenen Schein darfst Du bis zu 18 Meter tief tauchen. Solltest Du Dir etwas unsicher sein, ist ein sog. Scuba Diver perfekt für Dich. Ein guter Schnupperkurs für Unentschlossene für nur ca. 100 Euro. Hierfür darfst Du ganze zwölf Meter in die Tiefen des Gewässers eintauchen.

Grundsätzlich gilt: Im Allgemeinen wird sich an der sogenannten EUF-Zertifikation orientiert, welche die einzelnen Stufen in DIN-Nummern ausweist. Unterschieden werden Tauchscheine für das Gerätetauchen und für das Apnoetauchen. Außerdem können Taucher Lehrgänge für unterschiedliche Zusatzqualifikationen belegen, beispielsweise für das Nacht- oder Tieftauchen sowie für das Höhlentauchen und Bergseetauchen.

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