Mann klettert ohne Sicherung eine Steinwand hoch.
©thinkstockphotos/Matt Theilen
Kategorie
Sport & Fitness

Vor Dir die nicht endende Steilwand, unter Dir der tödliche Abgrund. Dazwischen nichts, was Dich hält, außer Deine Körperspannung und dem Drang zu überleben. Was für viele nach purem Albtraum klingt, ist für andere Hobby und Kick des Lebens. Die Rede ist vom: Free Solo Klettern.

Dem Himmel so nah... Free Solo Klettern ist eine besondere Spielform des Freikletterns, mit einem kleinen aber sehr bedeutenden Unterschied: Sicherungsseil oder technische Hilfsmittel sind hier Fehlanzeige, ebenso wie der kleinste Funken an Zweifel. Anders als beim herkömmlichen Freiklettern, steht Free Solo Klettern für die Begehung einer Kletterroute im absoluten Alleingang. Auch nur der kleinste Fehler bedeutet das Ende.

Wer sich zum Free Solo Klettern auf den Weg macht, hat nichts im Gepäck, ausser:

  • Eine ordentliche Portion Mut und Selbstvertrauen
  • Perfekt sitzende Kletterschuhe
  • Einen Magnesiabeutel gefüllt mit Chalk für beziehungsweise gegen schwitzige Hände
  • Eine hervorragende Körperkonstitution

Es sollte sich also nur in die Wand trauen, wer übermäßig fit ist und die Route mit all ihren Griffen im Schlaf aus dem FF beherrscht.

Wenn der Berg ruft… … lass ihn rufen! Oder nimm ihn, wie Alexander Huber sehr ernst. Er nahm sich 2002 sechs Tage Zeit, um die Route „Hasse-Brandler“ an der großen Zinne in und auswendig kennenzulernen. Nicht etwa aus Langeweile, sondern wegen seinem waghalsigen Ziel, die 500 Meter im Anschluss komplett ungesichert hochzukraxeln. Und er machte Ernst! Sein geglückter Aufstieg ist ein Meilenstein in Sachen Free Solo Klettern. Ebenso risikoverliebt, wie ambitioniert machte sich auch Hansjörg Auer mit 23 Jahren auf den Weg, um in 2 Stunden und 50 Minuten 1220 Klettermeter im Alleingang zurückzulegen. Seine Kletterroute: „Der Weg durch den Fisch“ , eine Route entlang der Marmolata-Südwand in den Dolomiten. Die Brüder und Kletterfreaks Huberbuam erklärten das Gehirn zum wichtigsten Muskel eines jeden Kletterers, denn was nützen einem die größten Muckies in der Steilwand, wenn die Vision und der Wille anzukommen nicht gegeben sind? Wenn das Leben an zwei Fingern in einer Felsspalte hängt, braucht es Ideenreichtum und einen starken Geist, um das Bergsteigen in neue Dimensionen zu bringen.

Warum in Dreiteufelsnamen macht man sowas?

Die Extremsportler mit enormer Risikobereitschaft sind sich recht einig: Free Solo Klettern bedeutet sich auf die völlige Ausgesetztheit einzulassen. Es gibt nichts, was Lebensintensität und Todesgefahr so nah zusammenbringt und alles andere für einen Moment vergessen lässt. Genau das ist der Reiz, der die meisten Extremsportler aufbrechen lässt. Vielen genügen bereits Bilder der Kletter Session, um mit schwitzigen Händen am Scrollrad zu drehen. Doch der passive Adrenalinkick lohnt sich. Hier einige atemberaubende Kletterrouten mit denen man(n) in der Mittagspause mal eben steil gehen kann:

www.hansjoerg-auer.at

www.alexhonnold.com

www.huberbuam.de

The North Face: Alex Honnold

Es gibt noch weitere Formen des Crazy-Kraxelns

Neben dem Free Solo Klettern, gibt’s noch zahlreiche andere Wege seinen Hunger nach dem ultimativen Adrenalinkick zu stillen:

Freiklettern ist die übergeordnete Form des Free Solo Kletterns und findet, anders als zu vermuten, abgesichert statt. „Frei“ steht hier für „frei von jeglichen technischen Hilfsmitteln zur Fortbewegung“ und bedeutet, dass für den Aufstieg lediglich Hände und Füße benutzt werden dürfen. Alle künstlichen Hilfsmittel zur Fortbewegung an Felsen und Kunstwand sind nicht erlaubt.

Bouldern heißt übersetzt „Felsblock“ und ist seit 1970 eine eigene Disziplin im Sportklettern. Hier geht’s weniger um die Höhe, als mehr um die Technik, mit der man ohne Kletterseil oder Gurt Felswänden, Felsblöcken oder anderen Wänden in Absprunghöhe entlang kraxelt.

Deep Water Soloning oder auch Psicobloc genannt, steht für Free Solo Klettern über tiefem Wasser. Im Falle eines Sturzes wird das Meer oder der See zum lebensrettenden Polster, Crashpad genannt. Eine gewisse Mindesttiefe natürlich vorausgesetzt. Neben den dalmatinischen Klippen Kroatiens gibt es auch auf Mallorca, Malta, in Thailand, Vietnam und an der Côte d’Azur geeignete Klippen für den Extremsport der besonderen Art.

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