Ein Mann fährt Longboard
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Kategorie
Sport & Fitness

Ob mal eben zum Bäcker cruisen oder stundenlang die Freiheit der abgelegensten Straßen atmen – gibt’s einen besseren Wegbegleiter als ihn? Das Longboard. Der lange Zeit vernachlässigte große Bruder des Skateboards feiert sein Come-Back. Dieses Mal aber richtig, mit verdienter Aufmerksamkeit!

Long(Board) Story Short

Werfen wir einen Blick zurück in die 60er. Hier kamen Surfer auf den smarten Einfall, ihr Surfboard nicht nur im Wasser zu nutzen. Sie schnallten sich kurzerhand Rollen unter ihr Brett und brachten das Surf-Feeling auf die Straße! Das Longboard war geboren.

Schnell gings bergab mit dem Longboard

Unterschiedlichste Formen und Disziplinen des neuen Sportgeräts waren die Folge. Zunächst gewann das Longboard in USA und Australien an Aufmerksamkeit, bis es im Laufe der 60er Jahre auch Europa erreichte. Doch so schnell wie der Hype um das Brett mit Rollen kam, ging er auch wieder. Als dann in den 70er und 80er Jahren das Skateboard die Szene überrollte, war das Longboard in den meisten Köpfen vergessen.

Auf die Länge kommt es an

Wie der Name unschwer vermuten lässt, ist das Longboard mit 90-150cm deutlich länger als ein Skateboard. Auch Achsenabstand und Rollen sind größer gewählt. Das nicht aus Jux und Tollerei, sondern für eine verbesserte Fahrstabilität, die auch mit ordentlich Speed noch gegeben ist. Unebenheiten im Boden werden außerdem durch weiche Polyurethan-Rollen abgefangen. So lässt es sich auch auf steinigeren Wegen ausgelassen kurven. Um richtig auf Achse zu sein, kann diese nach Skater und Fahrstil individuell eingestellt werden. Auch der Stand der Rollen lässt sich so am Longboard easy verstellen.

Aussehen ist nicht alles

Neben dem Look, zählen beim Longboard vor allem seine Eigenschaften. Starten wir beim Deck: Es besteht in den meisten Fällen aus besonders flexiblen Holzarten, wie Ahorn, aber auch aus horizontal oder vertikal laminiertem Bambus oder einer Espe- und Mahagoni-Mischung. Auch Kunststoffe finden Verwendung im Deck. Zum Beispiel in der Oberflächenstruktur, um das Abrutschen beim Skaten zu vermeiden.

What the F...lex?

Flex steht für die Durchbiegefähigkeit des Longboards. Nicht ganz unwichtig, denn sie entscheidet darüber, wo und wie geskated werden kann.

Grob kann man sich merken:

  • Ein weiches Longboard ist zum Cruisen und Carven mit geringem Speed
  • Harte Boards sind für hohe Geschwindigkeiten beim Downhill und Freeriden

Doch warum eignet sich ein hartes Longboard besser für hohe Geschwindigkeiten? Die Antwort ist: Je härter das Board, desto besser die Stabilität. Allerdings können bei hohem Tempo viele Manöver nur eingeschränkt gefahren werden.

Neben Deck und Flex, beeinflussen auch die Rollen die Fahrt. Sie sind nicht nur größer als beim Skateboard sondern auch wesentlich weicher. Bestehend aus verschiedenen Polyurethanmischungen, gibt es sie in verschiedenen Härtegraden.

Auch hier lässt sich grob sagen:

  • Harte Rollen slidern schneller und länger, aber auch unkontrollierter
  • Weiche Rollen haben besseren Grip. So lässt’s sichs auch mit hohem Tempo sicher in der Spur bleiben.

Eine Waage Angelegenheit

Auch das Gewicht des Skaters hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl des Flex. Je schwerer der Fahrer, desto härter das Flex. Ist das Board zu weich, kann sich das Deck bis zum Boden durchdrücken. Das vermindert nicht nur die Lebenserwartung des Boards, sondern gefährdet auch die des Fahrers, da es zum ungewollten Bremsen führen kann. Viele Longboard Hersteller bieten ihre Boards deshalb in verschiedenen Flexstufen an.

Back to the Roots

Jahrelang vernachlässigt, feiert das Longboard seit den 90er Jahren endlich sein Come-Back auf den Straßen. Immer mehr Skater greifen zu dem Klassiker unter den Boards und wissen ihn mit seinen Vorzügen zu schätzen! Auch in Europa kommt der Markt wieder richtig ins rollen. Durch die große Standfläche und den guten Grip, hat sich das Longboard in den vergangenen Jahren längst zum hippen Fortbewegungsmittel im Alltag etabliert.

So, keep on rolling!

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