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Sport & Fitness

In unserer neuen Serie „2 Männer – 2 Meinungen“ werdet Ihr regelmäßig auf geballtes Testosteron stoßen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und Meinungen gehen auch mal auseinander. Aber das kennt ihr ja sicher selbst – und ein wenig Kontroverse sorgt schließlich für reichlich Unterhaltung. Pünktlich zur Fußball EM in Frankreich nehmen wir den Fußball unter die Lupe und lassen Schauspieler Wotan Wilke Möhring und Chefredakteur Philipp Köster der Fußballzeitschrift 11 Freunde zu Wort kommen. Entstanden ist ein amüsanter Schlagabtausch voller Power. Enjoy:

Fußball ist ja Leidenschaft pur, aber hattet Ihr schon mal einen Moment, der Euch beim Fußball tatsächlich zu Tränen gerührt hat?

Wotan: Als Dortmund-Fan hat mich natürlich schon Vieles zum Weinen gebracht – leidenschaftliche Tränen, seien es jetzt gute oder schlechte. Ein einschneidendes Erlebnis war das Ausscheiden in Liverpool, in der zweiten Halbzeit haben wir vier Dinger reingedrückt gekriegt. Das war erschreckend.

Philipp: Bei mir war es 1985, Relegationsspiel 1. Liga gegen 2. Liga auf der Bielefelder Alm. 34.000 Zuschauer, erst 1:0 geführt und dann das 1:1 kassiert. Die Folge: abgestiegen in die 2. Liga. Das war ein wirklich schmerzhaftes Erlebnis in meiner Fanlaufbahn.

Wotan, Philipp, Ihr kennt das: Momentan gibt es in Deutschland wieder 80 Millionen Cheftrainer – jeder weiß es besser und über nichts regen sich Experten mehr auf als über die eigene Experten-Konkurrenz. Deswegen die Frage an Euch: Was macht einen richtig guten Fußballkommentator aus?

Wotan: Also ich bin ja kein Experte, ich bin Fußballfan. Ich finde, man sollte ein bisschen Ahnung von der Sache haben, die man da moderiert, aber die Moderation nicht zu sehr in Vordergrund stellen. Außerdem: Auch mal den Mund halten können und nicht zu sehr mit dem Schiedsrichter einer Meinung sein. Ich denke, das ist das Wichtigste.

Philipp: Ich find’s ja ganz gut, wenn Kommentatoren ein bisschen sachlicher sind und nicht die ganze Zeit „den Südamerikaner“ zur Schau stellen. Mit anderen Worten: 35 Minuten lang „Tor“ brüllen, obwohl es nur 1:0 in der zweiten Liga steht im Montagsspiel... Andererseits gibt’s in Bielefeld bei uns zuhause einen, der steht immer da: Rechte Faust geballt, immer am Feiern und links hält er das Mikrofon. Er ist großer Arminia-Fan und lässt das immer ganz schön raushängen bei Radio Bielefeld. Schon ein ganz geiler Typ!

So eine Europameisterschaft ist ja immer etwas ganz Besonderes. Habt Ihr ein spezielles EM Erlebnis, an das Ihr Euch gerne zurückerinnert?

Philipp: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll: 1988, Ronald Koeman wischt sich mit dem deutschen Trikot den Hintern ab oder 1996, Wembley Stadion ist proppenvoll und alle singen „Football is coming home“, das war super! Und 2000 war ich beim Spiel Deutschland gegen Rumänien, erstes Vorrundenspiel in Lüttich, 1:1 – ein Grottenkick, schlimm!

Wotan: Also ich weiß gar nicht, ich bin ja doch deutlich bekennender Vereinsfußballer, aber ich erinnere mich natürlich an das einzige und letzte Golden Goal: 90. Minute, Oliver Bierhoff gegen Tschechien in England.

Philipp: Das war auch so ein Gurken-Kick...

Wotan: Ja, natürlich! Ist am Ende aber egal gewesen. Es ging um den Endstand und es hätte keiner gedacht, dass wir noch gewinnen. Am wenigsten Oliver Bierhoff.

Was muss eine Mannschaft denn für Qualitäten mitbringen, um ins Finale einzuziehen?

Philipp: Für mich ist eine Turniermannschaft ganz wichtig: Vorher alle total zerstritten und dann schön ins gleiche Hotel, abends immer saufen und hinterher eine richtig gute „intrigierte Truppe“ spielen, wie Andy Möller mal gesagt hat.

Wotan: Quasi zusammen einen raushauen, um das mal aufs Feld zu adaptieren. Ja, also ich finde, wenn man vorher zerstritten ist, ist das immer eine gute Grundlage. Zerfahrene, holprige Vorbereitung und dann aber als Turniermannschaft zusammenwachsen. Also dieses Gen, was ja „Die Mannschaft“, also unsere deutsche Mannschaft hat, ist nicht zu schlagen im Wettbewerb. Sich von einem Spiel zum anderen Spiel steigern, Zusammenhalt ist ganz wichtig. Entweder alle oder keiner.

Philipp: Und super ist natürlich auch, wenn du Außenseiter bist, „Against all odds“ quasi und alle rechnen überhaupt nicht damit, fahren nach der Vorrunde nach Hause und dann bist du Albanien oder Irland oder Nordirland oder Wales oder wer da alles immer mitmacht.

Wotan: Nordirland und Irland hatten wir aber schon. Die waren auch beide schon mal in unserer Gruppe.

Philipp: Na gut ...

Wotan: Aber nichtsdestotrotz, wir halten fest, was wichtig ist: Fokussiert auf den Moment sein, sich betrinken natürlich und eben als Turniermannschaft auftreten: Sich dann vor dem Spiel doch noch irgendwie zusammenraufen.

Philipp: Zum Schluss noch eine Fußballfloskel: Alles raushauen!

Wotan: Alles raushauen, richtig! Vollgasfußball!

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