Mann mit Hut und Tattoos Titel
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Fashion & Lifestyle

Fast jeder hat eins – und es bleibt für immer: Das Tattoo! Aber was hat es mit dem Körperschmuck eigentlich auf sich und geht das wirklich nicht mehr weg? Wir haben einen kurzen Abriss rund um das Thema Tätowierung für Dich.

10 spannende Infos rund um das Tattoo

In den letzten 30 Jahren sind Tätowierungen auch in unserem Kulturkreis zum großen Trend geworden – aber wo liegen eigentlich die Ursprünge und was sollte man rund um die permanente Körperbemalung noch wissen?

1. Der Ursprung des Wortes

Der Wortursprung liegt in den polynesischen Sprachen. Aus dem Samoanischen kann das Wort „tatau“ mit „hineinschlagen“ oder „stoßen“ übersetzt werden – und liefert so für die Mechanik der Tätowierung gleich das passende Wort. Denn der Vorgang der Tätowierung passiert durch die Punktierung der mittleren Hautschicht bei der dann Farbe in die Haut eingebracht wird.

2. Tradition und Geschichte

Die Haut permanent mit Farbe zu verzieren ist seit mehreren tausend Jahren angesagt und hat sich unabhängig voneinander in den verschiedensten Kulturen entwickelt. Bereits am Eiszeitmann „Ötzi“ fanden Forscher mehrere Zeichen, die mit Nadeln vor über 5200 Jahren unter die Haut gebracht worden waren – ob Schmuck oder Akupunktur lässt sich jedoch nicht sagen. Auch ägyptische Mumien weisen gestochene Markierungen auf. Die Tattookunst wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung wahrscheinlich vor über 1500 Jahren in Polynesien. Der britische Seefahrer James Cook und der Forscher Joseph Banks brachten diese dann im 18. Jahrhundert von ihren Pazifikreisen mit nach Europa.

Polynesische Frau mit tätowiertem Gesicht
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3. Über die gesellschaftliche Bedeutung

In den verschiedenen Kulturkreisen wurden Tattoos aus ganz unterschiedlichen Gründen verwendet. Neben ästhetischen Gründen dienten sie dazu die soziale Stellung zu untermauern, sollten Schmerzen vertreiben oder wurden aus rituellen oder religiösen Gründen getragen. Während in einigen Kulturen Tattoos für großes Ansehen sorgten, waren sie bei uns lange das Stigma für Matrosen, Sträflinge oder Personen am Rande der Gesellschaft.

4. Jobkiller Tattoo?

Auch wenn Tattoos inzwischen Mainstream sind, in einigen Branchen werden sie immer noch nicht gern gesehen und für Polizisten sind Tätowierungen derzeit tatsächlich noch verboten, wenn sie in bekleidetem Zustand zu sehen sind, hier gilt die sogenannte T-Shirt-Grenze.

5. Schöne Körperverletzung

Das Stechen einer Tätowierung erfüllt nach deutschem Recht den Tatbestand der Körperverletzung (§ 223 StGB) – deswegen müssen Kunden im Tattoostudio in der Regel vorher ihre schriftliche Einwilligung geben. Hierbei muss sich der Tätowierer aber im Rahmen der erteilten Einwilligung bewegen, denn ein handwerklich oder künstlerisch nicht korrektes Tattoo kann den Tattooartist dann doch noch vor Gericht bringen.

6. Tattootechniken

Bei Punkt 1) haben wir das Thema schon kurz angerissen. Es gibt verschiedene Tattootechniken! Grob unterscheiden können wir hier zwischen traditionellen Methoden von Hand und der elektrischen Tätowiermaschine, der sogenannten „Gun“. In unserem westlichen Kulturkreis ist die elektrische Tätowiermaschine besonders populär – sie schafft zwischen 800 bis 7.500 Bewegungen pro Minute. In Japan beispielsweise werden noch heute Nadeln an der Spitze langer Bambusstäbe angebracht, um die Farbe unter die Haut zu zupfen. Diese Technik erfordert mehr Präzision und dauert länger, schafft aber echte Meisterwerke.

Tattoo wird vom Tätowierer gestochen
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7. Gesundheitsrisiko Tattoo

Ein Tattoo kann mitunter Gesundheitsrisiken birgen: Zum einen kann es zu akuten Reaktionen wie Entzündungen oder Allergien kommen, zum anderen aber auch zu Infektionen wie Aids oder Hepatitis, wenn unsaubere Nadeln genutzt wurden. Außerdem gibt es mögliche Langzeitwirkungen durch die verwendete Farbe, deren Wirkungen bisher weitgehend unerforscht ist. Wenn Du Dich tätowieren lassen willst, achte in jedem Fall drauf, dass Du einen erfahrenen Tattooartist in einem sauberen Studio auswählst.

8. Ein Tattoo muss man pflegen

Damit Du lange Freude an Deinem Tattoo hast, ist es wichtig es gewissenhaft zu pflegen. Dein Tattooartist wird Dir erklären, wie Du zu Beginn mit der Folie umgehen solltest. Achte außerdem darauf eine geeignete Wund- und Heilsalbe zu benutzen (manche Salben ziehen Farbe und sind daher nicht empfehlenswert). Versuche Dein Tattoo auch an der Luft trocknen zu lassen und dusche die ersten Tage nur kurz. Zu Beginn fällt auch Schwimmen, Sport oder der Saunabesuch flach. Sobald Dein Tattoo dann fester Bestandteil Deines Körpers ist, musst Du Dir Gedanken machen, wie du es möglichst lang leuchtend und gestochen scharf hältst. Hierfür eignet sich einen Bodylotion, die pflegt und schützt, wie die L'Oréal Men Expert Hydra Energy Tattoo Bodylotion .

9. Von Orangen und Schweinehaut

Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, üben Tätowierer zu Beginn ihrer Karriere den Umgang mit der Nadel meistens mit Orangen und Schweinehaut, bevor sie sich an den ersten Menschen wagen.

10. Nichts bleibt für die Ewigkeit

Wenn Du es nicht mehr willst: Inzwischen ist es auch möglich, sich Tattoos mit Hilfe von Lasertechnik entfernen zu lassen. Das Ganze ist kostspielig, nicht ohne gesundheitliches Risiko und bei vielen Verfahren bleiben noch Narben.

Tattoo wird vom Tätowierer gestochen
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Eine Tätowierung kann wirklich cool sein, aber bevor Du Dich tätowieren lässt, solltest Du Dir sicher sein, dass Du das Motiv auch bis an Dein Lebensende tragen willst. Lass dir daher genügend Bedenkzeit und vielleicht hast du einen künstlerisch begabten Freund, der es dir mit abwaschbarem Stift auf der Haut veranschaulichen kann.

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